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Die USA unterstützen die Kurdenmiliz YPG in Syrien, die Türkei bekämpft sie. Nun hat Präsident Erdogan eine deutliche Warnung an den Nato-Partner geschickt.

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Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sind seit Monaten angespannt. Die beiden Nato-Partner streiten unter anderem über die Kurdenmiliz YPG.

Washington unterstützt die Gruppe im syrischen Bürgerkrieg, Ankara hält sie für Terroristen und führt eine Militäroffensive gegen ihre Enklaven im Norden des Bürgerkriegslandes.

Vor einem Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der Türkei hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nun eine deutliche Drohung ausgesprochen. Er warnte die US-Truppen in der Kurdenenklave Manbidsch davor, einem möglichen türkischen Angriff auf die YPG in der nordsyrischen Stadt im Wege zu stehen.

Erdogan droht mit "osmanischer Ohrfeige"

In einer Ansprache vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara drohte er der Nachrichtenagentur dpa zufolge den amerikanischen Soldaten für diesen Fall mit einer "osmanischen Ohrfeige".

"Natürlich werden wir nicht absichtlich auf sie zielen", sagte Erdogan unter Applaus. "Aber wir verkünden jetzt schon, dass wir jeden Terroristen, den wir sehen, vernichten und ausmerzen werden - angefangen mit denen, die direkt neben ihnen stehen. Eben dann werden sie einsehen, dass es für sie besser wäre, wenn sie sich nicht neben den Terroristen aufhielten, denen sie auf die Schulter klopfen."

Erdogan fügte hinzu: "Es ist ganz klar, dass diejenigen, die sagen 'Wir reagieren hart, wenn sie uns angreifen', in ihrem Leben noch keine osmanische Ohrfeige verpasst bekommen haben."

"Wenn ihr uns angreift, werden wir hart reagieren"

Die "New York Times" hatte vergangene Woche einen US-General bei einem Besuch in Manbidsch zitiert, der nach Angaben der Zeitung mit Blick auf die Türkei gesagt hatte: "Wenn ihr uns angreift, werden wir hart reagieren. Wir werden uns verteidigen."

Die türkische Armee hat am 20. Januar eine Offensive gegen die YPG in der nordsyrischen Region Afrin begonnen. Erdogan hat mehrfach damit gedroht, danach die YPG in Manbidsch anzugreifen. 2016 hatte eine von der YPG geführte und von den USA unterstützte Koalition Manbidsch von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) befreit.© SPIEGEL ONLINE

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